erlebt
Notiz für mich:
Wer am 20. Dezember bei Minusgraden Besucherführungen gibt, ist lebensmüde. Zu Hause bleiben und Bratäpfel essen wäre wesentlich gemütlicher gewesen...
Also absolut unterbezahlte Studentin muss ich mich jetzt hier mal ereifern. Nach dem ich vier Stunden ihre wirklich lebendigen und anstrengenden Bälger museumspädagogisch unterhalten habe, folgende Gesprächsfetzen zwischen mir und der Mutter des Geburtstagskindes:
Ich: "Für die zusätzliche Stunde Betreuung bekomme ich noch 10 Euro von Ihnen."
Die Mutter des Geburstagskinds schaut skeptisch auf die Uhr und antwortet:
"Hm, die Stunde ist aber noch garnicht ganz um..."
(Redaktion: Es fehlten 10 Minuten und die Kinder mussten sich noch anziehen und fertig aufräumen.)
...
Die Mutter: "Was machen Sie eigentlich hier im Museum?"
Ich: "Das ist für mich ein Nebenjob während meines Studiums ..."
Da schaut die Mutter mich skeptisch an und fragt: "Ach... Sie sind hier angestellt?"
OHNE KOMMENTAR!
Oder doch:
Nein klar, ich fahre gerne stundenlang mit der Bahn nach Lorsch um kostenlos auf anderer Leute Kinder aufzupassen und mich von ihnen einmatschen zu lassen, mit ihnen rumzudiskutieren und später den Raum aufzuräumen und zu putzen. Ich kann mir nichts schöneres Vorstellen für meine Freizeit/meine Wochenenden!
Manchmal habe ich das Gefühl, die Leute stellen sich absichtlich dumm an. Und daher schmeiß ich mich jetzt in meine Trainingssachen und jogge mir den Frust von der Seele...
LG, Bea
Nachtrag: Ich hoffe ihr Sohn wird auch mal so ausgebeutet. ;)
Neuer Punkt auf der To-Do-Liste:
- Dringend mehr Leute in HD finden, die mit mir abends mal ganz unverfänglich für ein paar Bier die Altstadt unsicher machen.
Die Koordinationsprobleme meiner Freunde sind einfach nicht mehr auszuhalten. Und nach einem Jahr in HD muss ich darüber hinaus feststellen, dass ich immernoch zu wenig Kontakte außerhalb der Uni habe. Und wahrscheinlich auch in der Uni. Irgendwas läuft hier schief!
Vielleicht brauch ich einen Coach.
Dem Frust und Alltagsstreß davon laufen. Klingt kitschig - ist aber durchaus zu empfehlen. Der innere Schweinehund stemmte sich zwar anfangs mit seinen viel zu speckigen, aber erstaunlich kraftvollen Hinterläufen dagegen, aber auf Dauer ist er durchaus zähmbar. Und das erlebe ich nun schon seit ein paar Wochen am eigenen Leib. Und das Tolle daran: Es macht gute Laune - absolut. Hoffen wir nur, dass der kommende Winter meinem Schweinehund nicht allzuviele Argumente gibt Sonntags morgens im Bett liegen zu bleiben.
Liebe Grüße von einer Ra-Bea
mit vielen guten Vorsätzen und enorm viel Motivation.
...und dieses Wochenende habe ich es endlich auch mal auf den Königsstuhl geschafft. Zu dritt haben wir den Berg problemlos von der Südstadt her in ca. 1,5-2 Stunden erstiegen. Schön war's - verschlungene Waldpfade und verwitterte Steintreppen. Sehr zu empfehlen und sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich die Waldwege rund um Heidelberg erkunde:
In einem Wald nicht weit von Heidelberg hatten wir den vorhergehenden Tag übrigens auch endlich mal beim Pilzesuchen Erfolg: Kiloweise Steinpilze - wir waren ganz aus dem Häuschen - und wir konnten glatt noch zwei Freunde mitverköstigen und haben sie trotzdem nicht aufessen können.
(Ja, jetzt dürfen alle Leser neidisch sein.)
Fazit: Das Wochenende war leider mal wieder viel zu kurz - und nun warten wieder stapelweise Bücher auf mich.
Geniesst das wunderschöne Wetter heute!
Liebe Grüße, Rabea
Das kommt davon, wenn man beim Grillen auf der Neckarwiese und beim anschließenden Videoabend eine dicke Lippe riskiert...
"Ich kann nicht laufen. Sie haben mir die Schnürsenkel zusammengebunden." (Hot Shots)
Nett ist es ja, wenn man am Neckarufer sitzt und grillt und die Nachbarn die Gitarre zücken, um in ihrer spanischen Muttersprache Lieder zu trällern.
Zuviel ist es allerdings, wenn die Nachbarn auf der anderen Seite ebenfalls ihre Gitarre zücken und in ihrer russischen Muttersprache versuchen die Gruppe der Spanier zu übertrumpfen...
Hiermit erkläre ich die Grillsaison für eröffnet!
Wer die schwungvolle Vorpremiere gestern abend am Neckarufer verpasst hat, ist selbst schuld. ;)
Allerdings sollten die Aggro-Enten auf der Neckarwiese erstmal erzogen werden. Selbst als unsere Sitznachbarn sie mit Colaflaschen beworfen haben, haben sie unbeeindruckt und munter schnatternd versucht uns das Essen vom Grill zu klauen. - Nehmt Euch in Acht, Kampfenten!
Am Telefon.
Tochter: "Ja?"
Mutter: "Hallo! Ich bin gerade auf der B5, nicht mehr weit von Heidelberg. Aber bei Euch ist es ja sooo warm. Ich glaube ich kehre um..."
Eine alte Dame ging festentschlossen - und Selbstgespräche führend - auf mich zu.
Alte Dame (AD): "Guten Tag!"
Ra-Bea (RB): "Guten Tag!"
AD (beschwingt): "Hach, Sie sehen aber so schön schlank aus!"
RB: "Danke."
AD: "Wie alt sind Sie?"
RB: "Dreiundzwanzig."
AD: "Hachja, ich bin ja schon 77. Und wenn ich Ihnen sagen würde, dass ich nur 49 kilo wiege...aber das verteilt sich ja dann doch wieder ganz anders..."
Die alte Dame lächelte und ging ihrer Wege.
Wenn die wüsste, dass ich mehr als 49 kg wiege! ;)
Kennen Sie sowas? - Sie stehen so in der Sonne an einer Bushaltestelle und es kommen die merkwürdigesten Dialoge zustande, obwohl Sie die Leute noch nicht einmal freundlich angegrinst haben...