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erklärt

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Outing.

Ich bin eine WEIHNACHTSMANNHASSERIN.

Ja, ich gestehe. Ich bin wirklich eine von jenen, die jedem rot-weiß gekleideten Weihnachtsmann, der von Anfang bis Ende Dezember die Straßen und Häuser bevölkert, missmutig hinterherschaut und böse Blicke zuwirft. Ich stehe dazu - aus Überzeugung. Schließlich war es jener rot-weiße Coca-Cola-Werbemann, der in meiner Kindheit rein glaubenstechnisch für mich schon zu tiefgreifender Verwirrung geführt hat. Und somit setze ich mich ein für jene Traditionen, die der deutschen Bevölkerung viel näher liegen als dieses komische Werbemännchen.
Zur Erklärung für alle Leser, die nun nicht verstehen, was ich meine (und die sich meiner Meinung nach schämend in irgendeine Ecke verkrümmeln sollten):

Der Weihnachtsmann ist aus meiner Sicht ein dreister Migrant. Und mitlerweile macht er sich unverschämt breit und streunt seit Anfang Dezember - zeitweise sich fälschlich als Nikolaus ausgebend - durch die deutschen Städte, so dass es zur totalen Traditionsverwirrung kommt.

Wer ist also der Nikolaus? Der Nikolaus ist ein Heiliger, dem man am 6. Dezember gedenkt indem man Stiefel vor die Tür stellt oder ihn zu sich ins Wohnzimmer einlädt. Manchmal hat er noch den Knecht Ruprecht dabei - und wenn man nicht artig war, dann gibts Prügel. Und ansonsten bekommt man Geschenke, weil der Herr Nikolaus früher so ein Mildtäter war. Und da der Herr Nikolaus ein Heiliger ist, hat er ein schickes Bischofs-Outfit an und nicht diese billigen rot-weißen Fummel aus dem 1-Euro-Laden.

Der Weihnachtsmann hingegen macht dem Christkind, welches traditionell am 24.12. die Weihnachtsgeschenke bringen sollte, den Arbeitsplatz streitig. Da reicht uns scheinbar das ganze Outgesource von Dienstleistungen und Produktionszweigen in Entwicklungsländer nicht aus, nein, wir tauschen unser hochqualifiziertes Christkind (welches übrigens viel weniger CO2-Ausstoß hat, dank der fehlenden Rentiere, und somit auch wesentlich umweltfreundlicher ist) gegen billige von Coca-Cola eingekleidete globalisierte Traditionen ein...

In diesem Sinne:
Mir kommt der Weihnachtsmann nicht ins Haus!

Viva la revolution, Ra-Bea

Mittwoch, 16. Dezember 2009

"Ich habs ja gesagt."

Manchmal hat man wirklich altkluge Gedanken. Manchmal glaubt man, dass man die Welt versteht und sich nur die anderen Menschen jetzt gefälligst mal ändern müssen (Also nicht alle - nur spezielle.) - man ist ja schließlich schon genug auf sie zugegangen, hat genug konstruktiv zu Beziehungen beigetragen und sich Gedanken gemacht. Und dann steht man da und versucht die Menschheit (also jene unbelehrbare) zu überzeugen. Widerspruch zwecklos!Und wenn der Andere schließlich Einsicht hat, dann hat man immer dieses "ich habs ja gesagt" im Hinterkopf und fühlt sich wie die Reinkarnation des Stereotypen "Frau".

Das Problem ist nur, dass man selbst dabei vollkommen falsch liegen kann. Und wenn man doch richtig liegt - wovon ich momentan noch ausgehe - dann ist man immernoch nicht in der Lage die anderen Menschen zu verändern. Und wenn man sie doch überzeugt, dann muss man sich die ganze Zeit fragen, ob man sie nun zu unrecht verbiegt... aber damit leben, dass man das Gefühl hat, dass der Andere irgendwie falsch liegt und trotzdem nichts tun? - Das kann ich auf keinen Fall!

Ich glaube ich eröffne einen Philosophie- oder Psychologieblog...

Freitag, 11. Dezember 2009

Mitbringsel.

Mal ehrlich: Wer bitte hat das Geschenke verpacken erfunden?

Der soll sich bitte bei mir melden und das selbst ausbaden. Eben habe ich eine geschlagene halbe Stunde versucht einen Blumentopf zu verpacken (Weihnachtsfeier beim Chef) und dann frustriert aufgegeben und einfach eine Schleife drumgebunden.

Manchmal macht mich sowas total aggressiv. Es soll ja schließlich nach was aussehen - und nicht nach: Ich habe eine halbe Stunde das schöne Weihnachtspapier zerknittert...

Ja, die Welt überfordert mich manchmal einfach! ;)

Freitag, 27. November 2009

Manchmal...

...kann ich unglaublich gut dramatisieren.

Und das ist dann im Allgemeinen auch sehr schwer wieder abzustellen.

Man hole mich zurück auf den Teppich!

Dienstag, 24. November 2009

Produktivitätsbremse.

Kopfschmerzen sind äußerst kontraproduktiv.

Da sitze ich nun von 14:30 Uhr bis 19:45 pausenlos über einem religionssoziologischen englischsprachigen Text (über den ich nächste Woche einen Vortrag halten muss) und tippe Thesen und Handouts in meinen PC, bin hochmotiviert und rufe mir selbst nach stundenlanger Arbeit weiter Durchhalteparolen zu, damit ich langsam zu einem Ergebnis komme und dann...

...dann fällt meinem Kopf einfach ein, dass er mal schmerzen könnte. Ein wahrer Querschläger! Sicherlich sucht er nur Aufmerksamkeit oder protestiert stillschweigend gegen all die mentale Arbeit, die er sicherlich als Zumutung empfindet. Aber da gibt es kein Pardon! - Wer klug sein will, muss leiden!

Nagut, eine Pause hat er sich nun errungen - ich kann keine liberalen Wirtschaftstheorien in Kombination mit religionssoziologischen Überlegungen mehr sehen!!!
Langfristig ist dieser Protest aber sinnlos - man beachte die Schmerztabletten in meiner Schublade.
Diese Schlacht mag ich verloren haben, aber der Krieg ist noch lange nicht vorbei!

Ich wünsche einen geruhsamen Abend.

Mittwoch, 18. November 2009

Treppengeschichten.

Vollkommen gesunde Menschen, die den Aufzug sogar nutzen, um die Treppe runter zu kommen, sind mir suspekt.


P.S.: Ganz zu schweigen davon, dass ich - sofern ich nicht gerade tütenweise Einkäufe zu tragen habe - sowieso ein absolut überzeugter Treppengeher bin. Wer rastet, der rostet. ;)

Sonntag, 2. August 2009

Besuch.

Morgen bekomm ich Besuch. Wie schön! =)

Und jetzt könnt ihr Euch alle mit mir freuen. Am meisten freue ich mich aber immernoch selbst (Ich hab das Freudenmonopol an mich gerissen. - Basta!) - und zwar jedes mal, wenn jener mysteriöse Herr M. mich besucht. Oder wenn ich ihn besuche. Oder wenn wir uns irgendwo über den Weg laufen. Oder wenn wir gemeinsam irgendwo hinfahren. Und überhaupt. Lasst Eurer Phantasie freien lauf! (- aber schreibt es mir dann hier drunter, damit ich mich auch DARAN erfreuen kann)


Und jetzt werde ich grinsend ins Bett gehen. (Das habt ihr nun davon.)

Gute Nacht.
Rabea

Dienstag, 7. Juli 2009

Randbemerkung.

Ich finde nur weil Menschen eine körperliche Behinderung haben oder an Altersdemenz leiden, haben sie noch lange nicht das Recht für sich Sonderrechte einzufordern und sie im nächsten Atemzug anderen zu verweigern.
Da ich heute wieder schwungvoll (und vollkommen nichtsahnend) fast von einem Rollstuhlfahrer über den Haufen gefahren worden bin, kam in mir wieder die Erinnerung an jene alten Kaffeefahrtler hoch, die einer mir nahestenden Person auf Krücken in den letzten Wochen haufenweise hartnäckig im Weg standen.

Also möchte ich mich hier mal gerade heraus äußern - auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen:
Ich finde auch Menschen, die körperlich beeinträchtigt sind, sollten - so fern sie nicht mit Blindheit geschlagen sind - ein Auge auf ihre Mitmenschen haben. Ich bin gerne hilfsbereit und räume meinen Sitzplatz in der Bahn, aber das werde ich nur tun, wenn man mir vorher nicht böswillig hinterrücks in die Hacken gefahren ist oder mich lauthals angepöbelt hat.

Ich wünsche eine gute Nacht!

Mittwoch, 6. Mai 2009

Medienzeitalter.

Vielleicht hatten Sie es ja auch schonmal mit einer Gruppe wildgewordener Pädagogen in Aktion zu tun? - Ich kann Ihnen nur empfehlen: Widersprechen Sie diesen Weltverbesserern einfach nicht und lassen Sie sich ruhig mal zu einem Sitzkreis für ein konstruktives Feedback einladen. Sie werden sehen, die beißen nicht - Sie werden nur zur Gruppenarbeit genötigt werden, schließlich läuft hier alles demokratisch und am besten diskutiert man alles stundenlang aus. Wenn Ihnen das noch nicht reicht, können Sie die Diskussionsrunden gerne noch unfreiwillig in einem Ergebnisprotokoll zusammenfassen, schließlich sollten Sie alles gründlich zu Tode reflektieren und niemandem zumuten, selbst etwas im Kopf zu behalten. Anhand eines Plakates oder einer Powerpointpräsentation kann der Diskussionsrunde beim nächsten Treffen das Besprochene noch einmal in Erinnerung gerufen werden. Kommunikation ist übrigens auch zwischen den Sitzungen auf der E-Learning-Plattform möglich und erwünscht. Und wenn Sie sich nun noch trauen Widerworte zu geben, so gehen Sie schonmal in Deckung: Der Vortragende ist mit Stiften und Flipcharts bewaffnet und bereit das Seminar jeder Zeit in Kleingruppen aufzuteilen um sie mit "Mindmapping" oder "Brainstorming" zu bestrafen...

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Nachmittag. Hier wirds gerade sonnig! =)

Sonntag, 1. Februar 2009

Mit karolingischem Steinstaub an den Stiefeln.

Beeindruckend, das Gefühl, wenn man in einem (nachträglich, durch Wiederbestattung angelegten) Gräberfeld zwischen mittelalterlichen Mönchsknochen steht. Oder zwischen den Fundamentmauern verschiedener Bauphasen einer Klosterkirche im Steinstaub der Ausgrabungen wandelt. Oder wenn man die architektonischen Feinheiten des einzigen, noch zu 80% erhaltenen karolingischen Repräsentativbaus erläutert bekommt...

Wer also schon immer mal mehr über das Mönchsleben im Mittelalter wissen wollte, über die Geschichte einer bedeutenden Reichsabtei mehr erfahren will, oder wer schon immer mal die berühmte "Lorscher Königshalle" live und in Farbe erleben wollte, der kann mich vielleicht bald buchen. Oder einfach mal lieb fragen!

(Und für alle Anderen: Ja, ich weiß - man muss es mögen. Kultur erscheint nicht jedem als so wichtig und ich kann sicherlich auch nicht von allen jene Begeisterung erwarten, die ich bei solchen Dingen empfinden kann! ;)...)

Durchgefrohrern und hundemüde werde ich mir jetzt einen ruhigen Abend machen.

LG

P.S.: Sehenswert -> Klick!

Espressionismus

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