Demo - für bessere Studienbedingungen!!!
Heute gingen an meiner Universität über 1000 Stundenten auf die Straße um gegen schlechte Studienbedingungen zu demonstrieren.


(Ein paar Fotos auf der Homepage eines Bekannten:
Demo in Koblenz)
Erste Reaktionen aus der Presse und der Politik gibt es auch bereits - im Internet habe ich nur diesen Artikel gefunden:
Studenten demonstrieren gegen Raumnot
Um gleich mal dazu Stellung zu nehmen:
Sehr geehrter Herr Heiligenthal,
wir haben Seminare teilweise um 22 Uhr am Abend - gerne könnte man diese auf Freitags umverlegen, das würde jenen Studenten wirklich weiterhelfen. Aber um die Räume 7 Tage die Woche zu allen Zeiten auszunutzen müsste man auch entsprechend viele Seminare anbieten (die Räume bleiben ja schließlich so klein wie sie sind) - und das hieße man müsste endlich mal genug Personal einstellen in Relation zu 6000 Studenten. Und die Stühle vermehren sich auch nicht von selbst. Wie oft sitze ich auf Tischen oder auf dem Boden...
Durch die angeordnete Sperre von (mindestens) 2 Semestern für alle freiwerdenden Stellen (durch Pension in diesem Falle) fehlt uns in Geschichte beispielsweise ein Mittelalterprofessor. Ständig haben wir "nur" Lehrbeauftragte, die - unterbezahlt wie sie sind - für 2-4 Stunden die Woche die Uni aufsuchen um zu lehren (mehr oder weniger gründlich). Forschung bleibt da auf der Strecke. Und jene Lehrbeauftragten sind nicht einmal für Prüfungen zugelassen - so lassen wir uns von Dozenten prüfen, die wir garnicht oder nur flüchtig kennen und die sich eigentlich schon in Rente befinden. In Pädagogik befindet sich ein Professor wegen Krankheit nicht mehr an der Uni - auch er wird nicht ersetzt und die übrigen Professoren sind mit Prüfungen und Seminaren vollkommen überlastet... es gibt unzählige solcher Beispiele.
Das stundenlange Anstehen (4-5 Stunden für einen Seminarsplatz) zum Ende des Semesters mal ganz außer Acht gelassen - das wahllose herausschmeißen der Studenten durch die Professoren, wenn ihnen die Seminare zu Groß sind ("Wer im Winter Geburtstag hat, der verlässt bitte den Raum!") - die mangelnden Plätze in der Mensa - die geringe Bandbreite von Seminarsangeboten - die schlechte Ausstattung der Bibliothek - die wenigen Parkplätze...
Und auch die Umstellung auf die neuen Bachelor/Master-Studiengänge, die Einführung des KLIPS-System - als Student in Koblenz weiß man, was es heißt, wenn alles immer nur halb durchdacht wurde...
Sie machen es sich meiner Meinunge nach zu einfach, Herr Heiligenthal.
Zu meiner weiteren Verärgerung durften wir heute erfahren, dass wir in Rheinland-Pfalz was Hochschulen angeht bei der Geldervergabe ganz unten rangieren. Bildung ist unser Kapital - unsere Köpfe bringen Deutschland nach vorn - Worte, die sich in der Politik immer und immer wiederholen - aber damit wir eine gute Ausbildung erhalten können, muss in unsere Universitäten auch investiert werden!
Man kann definitiv keine Uni für 2600 Leute bauen, dann 6000 Studienplätze verteilen, gleichzeitig am Personal sparen und dennoch regelmäßig neue Studiengänge einführen - das sollte jeder nachvollziehen können.
LG, Bea
P.S.: Diese Mängel bestehen nicht erst seit diesem Semester - die Bacherlor-Studiengänge sind nur der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt! - Die Raumnot und das Chaos gibt es schon, seit ich zu studieren angefangen habe (im WS 2005).


(Ein paar Fotos auf der Homepage eines Bekannten:
Demo in Koblenz)
Erste Reaktionen aus der Presse und der Politik gibt es auch bereits - im Internet habe ich nur diesen Artikel gefunden:
Studenten demonstrieren gegen Raumnot
Um gleich mal dazu Stellung zu nehmen:
Sehr geehrter Herr Heiligenthal,
wir haben Seminare teilweise um 22 Uhr am Abend - gerne könnte man diese auf Freitags umverlegen, das würde jenen Studenten wirklich weiterhelfen. Aber um die Räume 7 Tage die Woche zu allen Zeiten auszunutzen müsste man auch entsprechend viele Seminare anbieten (die Räume bleiben ja schließlich so klein wie sie sind) - und das hieße man müsste endlich mal genug Personal einstellen in Relation zu 6000 Studenten. Und die Stühle vermehren sich auch nicht von selbst. Wie oft sitze ich auf Tischen oder auf dem Boden...
Durch die angeordnete Sperre von (mindestens) 2 Semestern für alle freiwerdenden Stellen (durch Pension in diesem Falle) fehlt uns in Geschichte beispielsweise ein Mittelalterprofessor. Ständig haben wir "nur" Lehrbeauftragte, die - unterbezahlt wie sie sind - für 2-4 Stunden die Woche die Uni aufsuchen um zu lehren (mehr oder weniger gründlich). Forschung bleibt da auf der Strecke. Und jene Lehrbeauftragten sind nicht einmal für Prüfungen zugelassen - so lassen wir uns von Dozenten prüfen, die wir garnicht oder nur flüchtig kennen und die sich eigentlich schon in Rente befinden. In Pädagogik befindet sich ein Professor wegen Krankheit nicht mehr an der Uni - auch er wird nicht ersetzt und die übrigen Professoren sind mit Prüfungen und Seminaren vollkommen überlastet... es gibt unzählige solcher Beispiele.
Das stundenlange Anstehen (4-5 Stunden für einen Seminarsplatz) zum Ende des Semesters mal ganz außer Acht gelassen - das wahllose herausschmeißen der Studenten durch die Professoren, wenn ihnen die Seminare zu Groß sind ("Wer im Winter Geburtstag hat, der verlässt bitte den Raum!") - die mangelnden Plätze in der Mensa - die geringe Bandbreite von Seminarsangeboten - die schlechte Ausstattung der Bibliothek - die wenigen Parkplätze...
Und auch die Umstellung auf die neuen Bachelor/Master-Studiengänge, die Einführung des KLIPS-System - als Student in Koblenz weiß man, was es heißt, wenn alles immer nur halb durchdacht wurde...
Sie machen es sich meiner Meinunge nach zu einfach, Herr Heiligenthal.
Zu meiner weiteren Verärgerung durften wir heute erfahren, dass wir in Rheinland-Pfalz was Hochschulen angeht bei der Geldervergabe ganz unten rangieren. Bildung ist unser Kapital - unsere Köpfe bringen Deutschland nach vorn - Worte, die sich in der Politik immer und immer wiederholen - aber damit wir eine gute Ausbildung erhalten können, muss in unsere Universitäten auch investiert werden!
Man kann definitiv keine Uni für 2600 Leute bauen, dann 6000 Studienplätze verteilen, gleichzeitig am Personal sparen und dennoch regelmäßig neue Studiengänge einführen - das sollte jeder nachvollziehen können.
LG, Bea
P.S.: Diese Mängel bestehen nicht erst seit diesem Semester - die Bacherlor-Studiengänge sind nur der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt! - Die Raumnot und das Chaos gibt es schon, seit ich zu studieren angefangen habe (im WS 2005).
ra-bea - 11. Dez, 17:39
derbaron - 12. Dez, 08:37
Revolution! Das fängt genauso an wie damals die 68er Bewegung. Damals, als ich noch jung war. *g*
ra-bea - 12. Dez, 18:54
Hm, da würde ich nochmal nachrechnen :P...
caliente_in_berlin - 12. Dez, 18:57
Puh, das haben wir schon hinter uns. "Damals" 2004...Streiksemester...mit einer harmlosen Demo fing es an und dann wurde auf einmal alles besetzt...ein ganzes Semester...gebracht hats natürlich nichts...eigentlich schlimmer geworden, weil ja die Bachelorstudiengänge noch mehr Platz und Dozenten brauchen als die alten Studiengänge. Am Anfang ist es ja noch lustig, wenn man nicht in dem Raum reinpasst oder gemütlich, auf dem Boden zu sitzen. Doch ich bin genau jetzt an dem in dem Brief erwähnet Punkt...Professoren, die ich nie gesehen habe, nehmen meine Magisterprüfung ab. Vorgeschlagene Themen werden abgewiesen, weil es dafür niemanden gibt usw. Ätz!
ra-bea - 13. Dez, 09:27
Du sprichst mir aus der Seele... *sfz*
Naja, bei mir betrifft es jetzt erstmal "nur" die Zwischenprüfung ...mein Thema wurde nicht abgelehnt aber dermaßen verunstaltet und zusammengestutzt, dass ichs nicht mehr leiden kann ^^...
Ich wünsch dir trotzdem viel Glück! =)
Naja, bei mir betrifft es jetzt erstmal "nur" die Zwischenprüfung ...mein Thema wurde nicht abgelehnt aber dermaßen verunstaltet und zusammengestutzt, dass ichs nicht mehr leiden kann ^^...
Ich wünsch dir trotzdem viel Glück! =)
twoblog - 12. Dez, 20:35
... bedigungen!!!
Ich schlage vor, dass Sie ein n einfügen und dann gleichzeitig zwei Ausrufezeichen entfernen. Könnte nicht schaden. (Pisa für Arme).
theswiss - 12. Dez, 20:40
Armer twoblog .. niemand beachtet Sie. :-)
twoblog - 12. Dez, 20:51
Sie verstehen einfachste Zusammenhänge nicht, theswiss, was machen Sie denn so beruflich?
Me (anonym) - 12. Dez, 20:59
?
... und die drei Ausrufezeichen sollen bleiben?
theswiss - 12. Dez, 21:33
Politiker ..
ra-bea - 13. Dez, 09:29
Ich sehe keine Fragezeichen...und "me" wohl auch nicht ;)... - und auch kein fehlendes "N"...
Vielleicht brauchen Sie Urlaub? ;)...
Vielleicht brauchen Sie Urlaub? ;)...
twoblog - 13. Dez, 09:33
Ich lese drei Ausrufezeichen und das n haben Sie natürlich längst reingefummelt. Auch Sie brauchen dringend ein paar Tage Ferien ...
ra-bea - 13. Dez, 10:55
ah, nun fangen Sie also an mich ebenfalls übers Ohr zu hauen...na warten Sie nur... ;)
Ferien gibts ja bald - zum Glück. Und ich mach ab heute abend auch erstmal 4 Tage Urlaub in Heimatien (das liegt um die Ecke bei Zuhausien ;) )...
Ferien gibts ja bald - zum Glück. Und ich mach ab heute abend auch erstmal 4 Tage Urlaub in Heimatien (das liegt um die Ecke bei Zuhausien ;) )...



...wenn ich mir die ganzen Rollenspieler hier so anschaue würde der dann auch mehr Zulauf haben, als ein ernstzunehmender Mediävist...;)